Es gibt so viele Mythen über Haarstyling und Haarpflege, dass es manchmal schwer ist zu erkennen, was wahr ist und was nicht. Manche klassischen Mythen, die längst widerlegt wurden, werden erstaunlicherweise immer noch von vielen Männern geglaubt. Unglaublich, was so ein Ammenmärchen alles anrichten kann. Wir haben die 8 größten Mythen für dich zusammengefasst, um sie ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

1. Haare wachsen schneller, wenn man sie öfter schneidet
Dieser Mythos ist ein echter Klassiker. Zu unserer Überraschung glauben immer noch viele Männer daran. Auch beim Rasur wird das oft angenommen. Aber es ist tatsächlich ein Ammenmärchen. Unser Haar wächst ab der Wurzel. Das bedeutet, dass die Spitzen, die wir abschneiden, nichts weiter als totes Material sind. Egal wie oft du sie schneidest, dein Haar wächst weiterhin etwa 1,5 cm pro Monat – das ist nämlich der Durchschnitt. Nur Hormone, Ernährung oder deine Gene können beeinflussen, wie schnell dein Haar wächst.
2. Du musst deine Haare täglich waschen, um sie sauber zu halten
Täglich die Haare mit Shampoo waschen. Das bewirkt genau das Gegenteil. Es macht dein Haar trocken, stumpf und brüchig. Dadurch wird dein Haar sogar schneller fettig. Deine Kopfhaut produziert dann viel mehr körpereigene Öle. Gewöhne dein Haar an 3 bis 4 Wäschen pro Woche, und du wirst merken, dass dein Haar gesünder aussieht.

3. Stress verursacht graues Haar
Okay, ehrlich gesagt haben wir das selbst auch eine Zeit lang geglaubt. Doch es ist wirklich ein Mythos. Das Ergrauen der Haare wird durch die Gene bestimmt. Es entsteht mit zunehmendem Alter. Dein Körper produziert weniger Melanin, das für die Farbe deiner Haare verantwortlich ist. Dadurch wachsen neue Haare grau nach. Stress kann die Alterung des Körpers beschleunigen, hat aber keinen direkten Effekt auf dein Haar. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis.
4. Haare natürlich trocknen lassen ist besser als föhnen
Das stimmt und stimmt gleichzeitig nicht ganz. Es ist nicht gut, dein Haar jeden Tag mit heißer Luft zu trocknen. Aber jeden Tag an der Luft trocknen zu lassen, ist auch nicht ideal. Untersuchungen haben gezeigt, dass die heiße Luft des Föhns die Haaroberfläche schädigen kann, während das Lufttrocknen das Haar im Inneren der Haarsträhnen selbst schädigen kann. Das ist sogar noch schlimmer. Das liegt daran, dass sich dein Haar durch Wasser aufquillt und nach längerer Zeit Druck auf die Proteine ausübt, die dein Haar intakt halten.
Am besten benutzt du die niedrigste Hitzestufe deines Föhns. Halte den Föhn nicht zu nah an dein Haar und richte ihn nicht zu lange auf eine Stelle. Du kannst dein Haar auch vor Hitze schützen, indem du einen Pre-Styler mit Hitzeschutz verwendest.
5. Gel verursacht Haarausfall
Obwohl es dein Haar austrocknet und dünner wirken lässt, verursacht es keinen Haarausfall. Das ist rein optisch. Die Produkte, die du benutzt, und wie du mit deinem Haar umgehst, beeinflussen, wie dein Haar aussieht. Aber kein einziges Haarstyling-Produkt verursacht Haarausfall.
6. Shampoo muss schäumen
Es liegt nahe, das zu denken. Auch wenn ein schäumendes Shampoo angenehm ist, muss es nicht schäumen, um dein Haar sauber zu bekommen. In fast allen Shampoos sorgen Sulfate für den Schaumeffekt. Sulfate können aber sogar dazu führen, dass die Farbe deines gefärbten Haares verblasst. Zudem gibt es verschiedene Diskussionen über die möglicherweise schädliche Wirkung, die Sulfate auf dein Haar haben können. Es ist also ein Mythos. Viele hochwertige Shampoos schäumen sogar überhaupt nicht.
7. Du solltest keinen Conditioner verwenden, wenn du fettiges Haar hast
Wenn du unter fettigem Haar leidest, liegt das nicht daran, dass du es selbst fettig machst oder weil du Conditioner ins Haar gibst. Es entsteht, wenn dein Körper selbst zu viel Fett produziert. Ein Conditioner eignet sich auch für Menschen mit fettigem Haar. Er schützt das Haar und sorgt für eine gute Feuchtigkeitsbalance. Weniger häufiges Waschen mit Shampoo hätte eine bessere Wirkung. Es gibt auch Conditioner, die speziell für Männer mit fettigerem Haar entwickelt wurden.
8. Männer brauchen keinen Conditioner zu verwenden
Das ist natürlich Unsinn. Für sich selbst zu sorgen – und damit auch für dein Haar – ist nicht nur etwas für Frauen. Ein guter Conditioner macht mehr, als dein Haar nur weich und glänzend zu machen. Er macht dein Haar gesünder, stärker und elastischer. Kurz gesagt: Er hilft dir definitiv, langfristig eine schönere Frisur zu erzielen.